Thermalbad Bad Vöslau – Zeitreise in die Donaumonarchie

voes2

Unser letzter Besuch an diesem wunderbaren Ort liegt schon einige Zeit zurück, das sieht man auch ein wenig an den Fotos, die noch mit meiner geliebten Minolta X300 entstanden sind. Aber wie mir der jüngste Blick auf die Homepage zeigt, hat sich – gottseidank – wenig verändert an dem, was mir besonders an diesem Ort gefällt.

Bad Vöslau ist ein Naturbad auf zwei Stufen, das obere Becken ist ganz naturbelassen inklusive Quelle, zu der man hinschwimmen kann, um das ausgezeichnete Wasser äusserlich und innerlich zu geniessen. Die natürliche Stufung zwischen den zwei Becken erzeugt auch kleine Wasserfälle, die – in Form gebracht – für Massagezwecke genutzt werden.

Im unteren Becken gibt es dann ausreichend Platz für sommerlichen Badespass. Neben allen Attraktionen rund um das Wasser bietet der 45.000 qm grosse Park u.a. noch Minigolf, Wanderwege im Föhrenwald und einfach zahlreiche Plätze zum Entspannen und Erholen.

Das Besondere des Bades ist aber sein Flair, man fühlt sich beim Betreten sofort in die K+K Zeit zurückversetzt und würde sich nicht wundern, wenn plötzlich die Kaiserin Sissi höchst selbst im weissen (Bade)Kleid samt rüschigem Sommerschirm an einem vorbeschwebte.

Dafür verantwortlich ist die grossartige Architektur der Anlage und vor allem die historischen Umkleidekabinen sowie die Besonderheit der Kabanen und Appartments, die die Becken umsäumen. Früher verbrachten gutsituierte Wiener Familien ihre Sommerfrische hier, heute kann sie jeder mieten, um täglich das Bad zu geniessen. Der Vater eines damals guten Freundes von mir – ein pensionierter Hobbymaler – hat beim Betreten stets nur eine der Kabanennummern genannt und somit den Eintrittspreis „elegant“ umgangen. Da er „seit über 20 Jahren in Vöslau lebe und Steuern zahle“, sah er das als gerechten Ausgleich.

Im Winter schliesst das Bad und besonders das grüne Naturbecken wird dann überholt. Das Vöslauer Wasser erhalten Sie mittlerweile auch in Deutschland, es ist wirklich sehr gut. Zu so einem historischen Ort passt als Rezept natürlich eigentlich nur ein echter Klassiker, den Sie vor allem jetzt gleich geniessen können, im Gegensatz zum Thermalbad: Ich habe mich für ein K+K Rindsgulasch entschieden, jedoch nicht mit Handsemmel, sondern einem selbstgemachten Serviettenknödel.

Als Restauranttipp möchte ich Ihnen gerne den Prandtauer Hof in Joching, Wachau empfehlen, mittlerweile auch Weingut der Familie Holzapfel.  Sie finden auch einige Gästezimmer vor.Ein ebenso zauberhafter Ort wie Bad Vöslau, vor allem der barocke Innenhof ist wunderschön. Mein zweiter Tipp wäre der Florianihof bei Wösendorf gewesen, doch wie ich der Homepage entnehmen muss, hat er leider am 17. November 2013 geschlossen. Hoffentlich findet sich ein neuer Betreiber für diesen ebenfalls historisch einmaligen Gasthof.

voes3

http://www.thermalbad-voeslau.at/home/home.php

http://www.holzapfel.at/

http://www.florianihof-wachau.at/restaurant/index.php/homepage

Dieser Beitrag wurde unter Reiseziele veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s