Restaurant L´Onde St. Saphorin, Waadt

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Restaurant L´Onde St. Saphorin, Waadt

Die Klasse unseres Sohnes erhielt den Auftrag, einen Kanton vorzustellen. Ich hatte auf das Tessin als gefühlten Haupttreffer gehofft (dazu in Kürze mehr), aber „wir“ erhielten das Waadt. Selbstlos, wie Kurius Feindeiner ist, schlug er dem Sohn und der Familie einen Besichtigungstermin vor Ort vor. Und was wäre da besser geeignet gewesen, als die Rebhänge des UNESCO Welterbes Lavaux.

Erstmalig hatte ich die Schönheit dieser Landschaft bei einer Zugreise nach Genf erlebt, als auf einmal die Sonne über dem Genfer See durch die Wolken fiel und diese einmalige Terrassenlandschaft in ein atemberaubendes Licht versetzte. „Da musst Du einmal hin und nicht nur den Wein probieren“, sagte ich mir.

Als wir nun den Besuch vorbereiteten, stellten wir fest, das Eppesses ein sehr schöner Ort für die erste Besichtigung samt Fotos sei, aber auf Google Streetview konnte ich kein Restaurant ausfindig machen. Auch ein befreundeter Romand sagte mir, hier gebe es eher Weindegustationen mit dazu (kalten) Waadtländer Spezialitäten. In St. Saphorin entdeckte ich das L`Onde in der Mitte des Marktplatzes, ebenfalls über streetview, informierte mich gar nicht erst näher, es sah einfach hübsch aus. Der Besuch übertraf dann unsere Erwartungen, schliesslich verfügt es über einen Michelin Stern. Manchmal ist es gut, wenn man nicht alles schon vorher weiss.

Wir waren Mittags da, auf dem Dorfplatz genossen die ansässigen Winzer einen Apero, und so zeigte der Ober beim Eingiessen der Weine nur stets auf eine Person durch das Fenster und meinte, „das ist nun sein Wein“. Näher kann ein Produkt nicht zugeordnet werden. Das Restaraunt selber hat wunderschön eingerichtete Speisezimmer, auch der „einfache“ Raum für das Mittagsgeschäft ist hübsch und hat Patina.

Sympathisch ist, dass es auch am Samstag Mittag ein Menü gibt, mit 60 CHF für das Gebotene sehr reell bewertet. Vor allem mein Hauptgang war für mich eine absolute Entdeckung: „Pot a feu de volaille“ mit fois gras Sauce. Das hatte ich so noch nicht gegessen, auch in Frankreich, obwohl ich oft in Paris bin, auf keiner Karte entdeckt. Ich habe in meinem Rezept Perlhuhnbrust verwendet und der Kartoffelstock mit Trüffel ist dann der Abschluss des absoluten Sonntags-Ausnahme-Essens. Die Kinder genossen übrigens ausgezeichneten Fisch aus dem See, ebenfalls hervorragend zubereitet.

Im Anschluss haben wir natürlich Wein vor Ort gekauft bei einem der „gezeigten Winzer“ und die Besichtigung im weltberühmten Chateau Chillon abgeschlossen, so konnten wir ebenfalls die aufgenommenen Kalorien wieder etwas verbrennen. Auch unser Sohn bekam für sein Projekt zum Kanton Waadt eine gute Note, er hat auf die Fototafel sogar ein Bild aus dem L´Onde geklebt – aber nur von der Suppe als Vorspeise, man muss ja nicht zu dick auftragen vor Anderen.

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