Restaurant Tredicipercento, Bern

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Restaurant Tredicipercento, Bern

Heute mal wieder zur Abwechslung kein Reisebericht, sondern ein Restaurant-Tipp. Zum zweiten Mal Bern. Neben dem Metzgerstübli ist das Tredicipercento unser absoluter Favorit in der Hauptstadt der Eidgenossen. Aus unserer Sicht bringt es in seinem Konzept wirklich Grossstadtflair in die hiesige Gastronomie-Szene. Die Atmosphäre ist lässig und schlicht in dem urigen Kellerlokal, blanke Holztische, Weindekor, offene Bar.

Für mich das Schönste ist es, Koch und Inhaber Kaspar Vozeh beim Agieren in seiner 2 Quadratmeter grossen „Küche“ zuzuschauen. Auf vier Platten in einer Nische zaubert er jeden Woche ein neues Menü, italienisch inspiriert, mit grossem Gefühl für die Produkte und jeder Menge kreativen Ideen. So konnten wir hier u.a. wunderbar zarte Ochsenbäckchen auf Thymianpolenta geniessen. Von Kaspar habe ich gelernt, die Polenta wie Risotto zuzubereiten, ein weiterer absoluter Pluspunkt des „Tredicipercento“: Der Inhaber ist stets präsent und nimmt sich Zeit für seine Gäste. Entsprechend verdient ist der Erfolg. Ohne Vorreservierung hat man eigentlich keine Chance, am Abend spontan einen Tisch zu bekommen.

Das Tredicipercento war lange Zeit einfach eine Weinbar mit Schwerpunkt Piemont. Der Name geht auf die Volumenzahl des Alkoholgehalts zurück, den eben vor allem die schweren Piemonteser Weine erreicht haben. Heute, „dank“ Klimawandel, schaffen das ja locker auch deutsche Rieslinge. Damit sind zwei weitere Stichworte gefallen. Die Weinkarte listet nicht nur jede Menge interessanter Entdeckungen aus Italien, eben vor allem Piemont, auf, sondern der „Dütsche“ freut sich auch immer wieder, einen Riesling aus seiner Heimat probieren zu können. Mindestens zehn Weine werden jeden Abend offen angeboten. Was einem schmeckt, kann man im Laden oben kaufen.

Wem das grosse Abendmenü zu viel ist, obwohl man dank der sehr vernünftig zugeschnittenen Portionen nie gemästet das Lokal verlassen wird, den macht das Team auch einfach glücklich mit der famosen Auswahl an Schinken, Würsten und vor allem Käse. Die Qualität steht den „echten“ Gerichten in nichts nach, im Gegenteil, Kaspar hat wunderbare Raritäten zu bieten, die er von kleinen Produzenten bezieht.

Wenn Kurius Feindeiner in Kürze Bern verlässet, wird das „Tredicipercento“ ein grosse Träne im kulinarischen Knopfloch sein. Vielleicht schaffen wir zuvor noch das seit längerem mal im Spass abgemachte gemeinsame Kochen. Es wäre für mich eine grosse Ehre.

 

Adresse:

Restaurant „Tredicipercento“

Rathausgasse 25, Bern,

www.tredicipercento.ch,

031 311 80 31

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