Vorspeissenteller Domodossola

DSC_0380

Vorspeissenteller Domodossola

Mein Konzept ist ja, mich von Orten und den Gerichten, die ich dort kennengelernt habe, inspirieren zu lassen, um dann etwas Neues zu machen. Oder ein Rezept zu lernen, damit ich es möglichst „original“ in meinen Fundus aufnehmen kann. Letzteres ist der Leitfaden für den heutigen Beitrag, er beschränkt sich aber wirklich auf das Finden und Kaufen der Produkte und das „korrekte“ Anrichten der „Affetati misti“ aus der Region rund um Domodossola. Einzig das typische Brot könnte man selber baken, da es möglicherweise auch im gutsortieren italienischen Feinkostladen nicht erhältlich ist.

Zutaten für 4 Personen:

Pancetta di Domodossola

Lardo

Prosciutto crudo „nostrano“

Mortadella di Fegato

Salume

Formagi

Pane uve e noci

Miele di castagno

 

Zubereitung:

Ja, hier gibt es nicht viel mehr zu tun, als die Produkte zu finden, schön anzurichten und zu geniessen. Auf den Bildern sieht man noch einen Fenchelsalat und nicht ganz stilechte Oliven, aber grosser Wunsch der Kinder. Wem der Käse bei den Vorspeissen zu viel ist, lässt ihn weg, im Zentrum steht die wunderbare Kombination von süss und salzig (was aber auch zum Käse passt) über das Brot und die Wurstsorten.

Das Schwarzbrot ist mit Rosinen und Walnüssen gefüllt und wird (hauch)dünn geschnitten. Für ein gutes Rezept bin ich dankbar! Der Pancetta aus Domodossola gleicht eher dem Lardo (di Colonatta), also dem weissen Speck. Er ist neben vielen Anderem mit einem Hauch Zimt gewürzt, was ihn unwiderstehlich macht. Der Lardo hingegen wird hier gerne mit ein wenig Kräutern veredelt. Ich empfehle dringend, beides vom Metzger schon schneiden zu lassen und nicht „im Block“ zu kaufen, da das auf der heimischen (Brot)Schneidemaschine einfach nichts wird, denn dick geschnitten schmeckt es einfach nicht.

Speck und der Schinken werden mit dem Schwarzbrot serviert, für mich gehört noch etwas Kastanienhonig dazu, im wahrsten Sinne des Wortes zum Dahinschmelzen. Lardo ist ja gut zu bekommen, ich muss einmal probieren, ob man selber etwas Zimt darüber streuen kann, oder ob das dann zu „aufdringlich“ wird. Anstatt dem heimischen Roh-Schinken „darf“ man natürlich auch den (dreimal so teuren) Vertreter aus Parma nehmen.

Die Mortadella di Fegato wird heute nur noch mit ganz wenig Leber zubereitet, wie ich vom Metzger in Domodossola lernen durfte, sie gleicht mehr einer (weichen) Salami, ist aber würziger. Beim Käse ist der Bettelmatt eigentlich Pflicht, ein sehr intensiver Kamerad von den Almen rund um das Ossolona Tal. Aber auch ein eher milder Ziegenkäse ist eine feine Sache, der hier abgebildete war wunderbar cremig. Auch dazu ist für mich Kastanienhonig der Kick.

Anrichten:

Entweder auf Holzplatten oder schönem weissen Dekor, das Brot separat, wie beschrieben dünn geschnitten, ebenso den Honig, wenn das nicht jedermanns Sache ist. Alternativ kann man den Pancetta auch in Grissini Stangen wickeln, aber das ist nur noch die Hälfte der Freude.

Wein:

Ehrlich gesagt trinken wir dazu gerne einen Weissen „Frizzante“ vom Hahn, die Qualität hier im Piemont ist einfach gut und der Wein frisch. Es darf natürlich gerne auch ein etwas besseres Gewächs aus der Franciacorta oder auch ein Proseccco sein. Rotwein passt uns eher weniger.  Den hier abgebildeten haben wir dann zum „Ausklang“ genossen. Die Kantine produziert biologisch und liefert den besten Wein der Region.

 

DSC_0375

DSC_0382

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s